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PRESSEMITTEILUNG

„Ein Pflegeroboter wird uns nie komplett ablösen!“

Wangen - Rund 200 Pflegefachkräfte, Studierende und Auszubildende tauschten sich beim dritten "Tag der Pflege" am 18. Oktober 2018 in den Fachkliniken Wangen zum Thema „Pflege im Wandel?! Von der politischen Diskussion in die Praxis“ aus.  
Zum Beginn der Veranstaltung umriss Krankenhausdirektor José Rädler ausführlich alle Gesetzesinitiativen zur Stärkung der Pflegeberufe der letzten Jahre und skizzierte anstehende Entscheidungen auf Bundesebene in ihrer Relevanz für die Personaleinsatzplanung und die Pflegeausbildung. Dabei arbeitet er eindrucksvoll die Notwendigkeit einer umfassenden Reform heraus.  
  
Petra Krebs, MdL und viele Jahre Krankenschwester an den Fachkliniken Wangen, blickte auf die öffentliche Wahrnehmung des Pflegeberufes. Der Pflegeberuf werde durch die Medien meist negativ dargestellt. Dabei würden jedoch die positiven und sinngebenden Aspekte des Berufsbilds komplett ausgeblendet. Dies schade der Attraktivität dieses schönen Berufsbildes, sagte Krebs. Die politischen Strategien zur Stärkung der Pflege lägen in der Einrichtung einer Pflegekammer, der Einführung einer neuen Ausbildung- und Fortbildungsverordnung und in der weiteren Etablierung der akademisch ausgebildeten Pflegefachkräfte, so die Abgeordnete. Besonders die Akademisierung erfordert eine Veränderung der Pflegeorganisationssysteme sowie die Berücksichtigung der steigenden Gehaltskosten im DRG-System. Hierzu bestehe, laut Petra Krebs, nicht nur Handlungsbedarf in der Politik. Auch die Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen seien aufgefordert, sich mit innovativen Pflegeorganisationssysteme weiter zu entwickeln und für die akademisch ausgebildeten Fachkräfte zu öffnen.   
  
Was ist Pflege, was tut Pflege und wie verändert sich Pflege durch die technische Weiterentwicklung bis zum Jahr 2030? Mit diesem Themenbereich beschäftigte sich der Vortrag des dritten Redners Jürgen Hollick. Trotz des Einbezugs der technischen Hilfen aus der Robotertechnik werde der Beruf auch zukünftig nie ohne menschliches und empathisches Verständnis der professionellen Pflegefachkäfte auskommen. Er appellierte in seinem motivierenden Vortrag die Teilnehmer, selbstbewusst und positiv in die Zukunft zu blicken.  
  
Nicht nur Pflegekräfte kommen aus dem Ausland oder haben Migrationshintergrund – auch Patienten bringen Interkulturalität in Krankenhäuser. José Rädler referierte unter diesem Gesichtspunkt über Erfahrungen beim Integrationsprozess ausländischer Fachkräfte an den Fachkliniken Wangen. Nur mit einem Sprachniveau von mindestens B2, einer ausgiebigen Einarbeitung und einer engen Bindung an Kollegen und Team sei diese komplexe Herausforderung erfolgreich zu bewältigen. Dr. Margret Spohn beleuchtete den Umgang von Pflegekräften mit und ohne Migrationshintergrund mit den zu Pflegenden – ebenfalls mit und ohne Migrationshintergrund. Ein komplexes Gefüge!  
  
Ganz konkret für den pflegerischen Alltag gedacht war der Vortrag zur „Pneumonieprophylaxe in der Praxis“ von Patrick Gehrig. Der Atmungstherapeut berichtete aus den vielfältigen Erfahrungen eines Fachkrankenhauses, das unter anderem neurologische Patienten mit schwersten Schädigungen sowie Weaningpatienten betreut. Lagerungstherapie und Frühmobilisation tragen ebenso zur Vorbeugung von Lungenentzündungen bei wie die konsequente Verringerung der Gefahr, dass sich Patienten beim Essen verschlucken.   
  
Mit dem Vortrag zu den neuen Therapieansätzen in der Neurologie erklärte Peter Georgas-Frey, Therapieleiter in den Fachkliniken Wangen, die Weiterentwicklung der therapeutischen Konzeption in der Klinik für Neurologie. Dabei werden tradierte Behandlungsansätze wie das Bobath-Konzept durch neue, evidenz-basierte Verfahren wie das „Motor Relearning“ ergänzt. Der Grundgedanke dieser Konzeption ist: Der Patient lernt, in dem er handelt.   
  
Mit der aktuellen Themenauswahl und dem Fokus auf das, was berufserfahrene wie angehende Pflegerkäfte wirklich benötigen, hat sich der Wangener „Tag der Pflege“ an den Waldburg-Zeil Fachkliniken Wangen etabliert, waren sich alle Teilnehmer einig. Gespannt blicken Zuhörer wie Referenten nach Berlin und Stuttgart, wie Personaluntergrenzen sowie Finanzierung von Krankenhäusern und Rehaeinrichtungen sich künftig entwickeln.   
  
Info: 
Im Moment fehlen in Baden-Württemberger 15.000 Pflegekräfte, bis 2030 rechnen Experten Krebs mit 405.000 pflegebedürftigen Menschen und einem um 45 Prozent steigenden Bedarf an Pflegekräften auf 170.000 Personen. 
Mit 1 Mio. Erwerbstätigen ist die Gesundheitswirtschaft in Baden-Württemberg der Beschäftigungs- und wachstumsstärkste Wirtschaftssektor des Landes – noch vor der Automobilindustrie.   
  
  
  
 
Veröffentlicht am: 03.12.2018  /  News-Bereich: Aus unseren Kliniken
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