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EIN INTERVIEW MIT CHEFARZT DR. CHRISTOF VON NEUKIRCH

Argentalklinik erneut als Schmerzklinik ausgezeichnet

Isny-Neutrauchburg - Die Argentalklinik ist nach den Vorschriften der interdisziplinären Gesellschaft für orthopädische/unfallchirurgische und allgemeine Schmerztherapie e.V. (IGOST) erneut zertifiziert worden. Das Prädikat steht für die besondere Qualifikation zur Behandlung von akuten, chronifizierenden und chronischen Schmerzzuständen des muskuloskelettalen Systems.  
Die Auszeichnungen gibt Schmerzpatienten die Sicherheit, dass sie stets kompetent und nach den neuesten Erkenntnissen der Medizin behandelt werden. Vor diesem Hintergrund haben wir Herrn Dr. Neukirch, Chefarzt der Klinik, um ein Interview gebeten.  
  
Herr Dr. Neukirch, die Argentalklinik wurde jüngst erneut als Schmerzklinik zertifiziert. Dazu möchten wir Sie beglückwünschen. Die Auszeichnung geht mit bestimmten Anforderungen einher, welche durch die IGOST definiert werden. Wodurch zeichnet sich die Behandlung in einer zertifizierten Schmerzklinik im Besonderen aus?  
  
Dr. Neukirch: Als zertifizierte Schmerzklinik IGOST sind wir in der Lage, chronische Schmerzen nicht nur medikamentös, sondern auch durch physikalische Therapie, orthopädische Maßnahmen und hier insbesondere die manuelle Medizin zu behandeln. Auch die multidisziplinäre Therapie mittels beispielsweise psychologischen Therapieverfahren wie auch dem Zürcher Ressourcenmodell trägt hier einen sehr großen Anteil.   
  
Bedarf es einer besonderen Ausstattung, um als Schmerzklinik zertifiziert zu werden?   
  
Dr. Neukirch: Die Argentalklinik ist apparativ gut ausgerüstet. Wichtiger noch als Apparate sind jedoch die qualifizierten und motivierten Mitarbeiter. Hier sind wir als Lehrklinik für manuelle Medizin sehr darum bemüht, sowohl Ärzte als auch Krankengymnasten auf diesem Gebiet weiterzubilden. Darüber hinaus haben wir für die Ergotherapeuten und Psychologen besondere Schulungen veranlasst, um die Mitarbeiter besonders zu qualifizieren.   
  
Gibt es eine bestimmte Patientengruppe, die von einer derartigen Behandlung besonders profitiert?  
  
Dr. Neukirch: Grundsätzlich werden alle Patienten, bei denen es notwendig ist, schmerztherapeutisch behandelt. Allerdings nehmen wir als Pilotklinik der Deutschen Rentenversicherung Bund seit 17 Jahren am sogenannten VMO-/VOR-Programm teil. Dies beinhaltet Schmerzpatienten, die neben der klassischen orthopädischen Schmerzerkrankung auch eine intensivere psychotherapeutische Behandlung als in einer orthopädischen Klinik üblich bekommen. Hierdurch sind wir in der Lage, Körper und Seele sozusagen ganzheitlich zu therapieren. Darüber hinaus behandeln wir zunehmend Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen.  
  
Wie gelangt ein Patient mit schmerztherapeutischen Bedarf in Ihre Einrichtung?  
  
Dr. Neukirch: Üblicherweise gelangen Patienten über den niedergelassenen Haus- oder Facharzt, der einen Reha-Antrag stellt, zu uns in die Klinik. Auch Betriebsärzte können einen entsprechenden Antrag stellen. Hierbei können die Patienten über das Wunsch- und Wahlrecht aus dem gesamten Bundesgebiet zu uns kommen. Besteht ein besonderer schmerztherapeutischer Bedarf, kann dies auf dem Antragsformular vermerkt werden. In der Klinik selbst haben wir unterschiedliche Abteilungen, was uns ermöglicht, die Patienten mit unterschiedlichen Schwerpunkten zu behandeln.   
  
Was konkret erwartet den Patient bei Ihnen vor Ort?  
  
Dr. Neukirch: Alle Patienten sind in Einzelzimmern untergebracht. Die Mitarbeiter bemühen sich darum, dass sich die Patienten wohlfühlen. Dies ist eine Grundvoraussetzung für jegliche Genesung. Neben den oben erwähnten Therapien wie Krankengymnastik, physikalische Therapie, Ergotherapie und psychologische Therapie kommt es selbstverständlich zu verschiedenen Untersuchungen beim Arzt und in aller Regel auch zur medikamentösen Therapie. In ausgesuchten Fällen können minimalinvasive Eingriffe an der Wirbelsäule oder an den peripheren Gelenken erfolgen. Hierzu gehören Injektionen unterschiedlichster Art. Als Spezialität können wir die sogenannte Proliferationstherapie zur segmentalen Stabilisierung insbesondere an der Wirbelsäule anbieten. Auch kommen Schmerzinfusionen, Schmerzpflaster und ähnliches zur Anwendung. Falls notwendig, werden unsere Patienten auch einer Diagnostik, wie beispielsweise Röntgen oder Ultraschall in der Klinik unterzogen. Insgesamt legen wir aber sehr großen Wert auf Hilfe zur Selbsthilfe und versuchen, den Patienten Anleitungen für zu Hause mitzugeben, um im eigenen Lebensumfeld besser zur Recht zu kommen.   
  
Welchen Stellenwert hat das Zertifikat in der schmerztherapeutischen Versorgung?  
  
Dr. Neukirch: Die IGOST ist eine seit Jahrzehnten national und international anerkannte Fachgesellschaft zur Behandlung des Schmerzes. Um ein derartiges Zertifikat zu erlangen, muss man einen hohen personellen und strukturellen Aufwand betreiben. Auch die Re-Zertifizierung erfolgt nur, wenn sich die Klinik stetig fachlich und konzeptionell weiterentwickelt. Dies konnten wir unter meiner Führung mehrfach unter Beweis stellen. Da die Anforderungen diesbezüglich relativ hoch sind, wird das Zertifikat für die Schmerzklinik nur dann verliehen, wenn all diese Voraussetzungen erfüllt sind. Darauf sind wir stolz.  
 
Wir bedanken uns bei Ihnen ganz herzlich für dieses Gespräch.
  
  
  
  
 
Veröffentlicht am: 10.08.2018  /  News-Bereich: News
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