Waldburg-Zeil Kliniken
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PSYCHOONKOLOGIE UND PSYCHOSOZIALE BERATUNG - EIN FACETTENREICHES BERATUNGSFELD

Sensible Fragen von Patienten beantworten können

Aulendorf – Das Team für psychosoziale Onkologie (PSO) im Waldburg-Zeil Parksanatorium war Gastgeber des dapo Regionalgruppentreffens. Coronabedingt trafen sich die Vertreter der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für psychosoziale Onkologie am 6. Juli online. Unter der Leitung von Susanne Weber und Dagmar Rosner wurden zwei wichtige Beratungsthemen aufgegriffen, die die große Spannweite der PSO aufzeigten.
Mit Bezug zur Jahrestagung der dapo 2021: Psychoonkologie – Liebe und Sexualität in Zeiten von Krebs stand das emotionale Thema Slow Sex im Zentrum. Dr. Erhard Schneider gab in prägnanten Zügen Forschungsergebnisse des Sexualtherapeuten und Psychoonkologen Stefan Mamié wider. Dadurch war ein fachlicher Rahmen für einen Filmauszug zum Thema Slow Sex geschaffen. Interviewt wird darin ein Ehepaar, das Einblick in den langen gemeinsamen Weg gibt - und die verschiedenen Herausforderungen gerade im Bereich der Sexualität. Auf sehr persönliche und berührende Weise erzählen die beiden davon, wie sich ihre körperliche Liebe durch krankheitsbedingte Einschränkungen verändert hat und davon, was bei allem Schmerz dabei auch als beglückend erlebt wurde.  
  
Der zweite Teil des Nachmittags war einer nüchternen Fragestellung aus der psychosozialen Beratung gewidmet: Paragraf 51, Sozialgesetzbuch V, die Aufforderung der Krankenkassen zum Antrag auf Rehabilitation. Susanne Weber gab einen Überblick über diesen komplexen Sachverhalt: das Verfahren, die Hintergründe und die möglichen Auswirkungen für die Patientinnen und Patienten. Das sich anschließende Gruppengespräch ließ Raum, um Erfahrungswerte und Hinweise für die Beratungspraxis auszutauschen.   
  
 

Interdisziplinärer Austausch, auch in Zeiten von Corona

  
  
Der Nachmittag brachte zum Ausdruck, wie wichtig es ist, sich immer wieder interdisziplinäre Begegnungsräume zu schaffen, um voneinander zu lernen und sich über Neuigkeiten aus den Fachgebieten informieren zu können. Alle waren sich einig, dass sich persönlich zu begegnen eine besondere Note hat, die durch Onlineformate nicht gänzlich kompensiert werden kann. Doch die Abschlussreflexion erbrachte auch, dass diese coronabedingten Arbeitsformen durchaus Möglichkeiten eröffnen, die zukünftig möglicherweise durch hybrid organisierte Treffen weiterhin genutzt werden können.   
  
 
 
Veröffentlicht am: 13.07.2022  /  News-Bereich: Aus unseren Kliniken
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