Gastgeber Dr. med. Kersten Borchert, Chefarzt der Onkologie und Pneumologie in der Rehabilitationsklinik Bad Salzelmen, eröffnete die Veranstaltung. Den Auftakt der Fachvorträge machte Dr. med. Kristina Freese, Oberärztin der Onkologie und Pneumologie in der Rehabilitationsklinik Bad Salzelmen, die über moderne Operations- und Therapiemöglichkeiten beim Mammakarzinom informierte. Dabei stellte sie auch die Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz in der Diagnostik sowie digitaler Anwendungen in der Nachsorge des Mammakarzinoms vor.
Anschließend widmete sich Prof. Dr. med. habil. Marino Venerito, Leiter des Bereichs Gastrointestinale Onkologie am Universitätsklinikum Magdeburg, aktuellen Therapieansätzen beim Kolonkarzinom. In seinem Vortrag erläuterte er moderne biomarkerbasierte Behandlungsstrategien sowie deren Bedeutung für die Versorgung von Patientinnen und Patienten. Mit neuesten Erkenntnissen zur Behandlung von Leukämien und Lymphomen setzte Prof. Dr. med. Kathleen Jentsch-Ullrich, Fachärztin in der Gemeinschaftspraxis für Hämatologie und Onkologie im Altstadtquartier Magdeburg, das Programm fort und gab Einblicke in aktuelle Entwicklungen innerhalb dieses Fachgebietes.
Am Nachmittag rückten weitere Aspekte der onkologischen Versorgung in den Fokus. Dr. med. Majed Daher, leitender Oberarzt in der Urologie des Klinikums Magdeburg, referierte zum hormonsensitiven Prostatakarzinom. Im Anschluss beleuchtete Heiko Primus, Oberarzt der Onkologie und Pneumologie in der Rehabilitationsklinik Bad Salzelmen, die Bedeutung der Rehabilitation bei Patienten mit urologischen Tumoren. Anhand der Analyse klinikintern erfasster Studiendaten zeigte er auf, welche Rolle rehabilitative Maßnahmen für Lebensqualität und Genesungsprozess bei postoperativen Belastungsinkontinenzen spielen können.
Bereits seit vielen Jahren bietet der Onko-Tag eine regionale Plattform zur Vernetzung zwischen Klinik, Praxis und Rehabilitation. Mit den vielseitigen Fachvorträgen bot die Veranstaltung erneut ein Forum für Wissensvermittlung sowie für den interdisziplinären Austausch zwischen Fach- und Patientenpublikum. Zum Abschluss zog Borchert ein positives Fazit: „Es hat mir eine große Freude bereitet, diese langjährige Tradition unserer ehemaligen Chefärztin Dr. Bettine Bilsing fortzuführen. Die Beteiligung und das ehrliche Interesse am Dialog in der Krebsmedizin haben mir gezeigt, dass dieses Event auch in Zukunft Bestand haben wird.“





