Klinik Oberammergau setzt neue Maßstäbe in der Schmerztherapie

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Zulassung als Weiterbildungsstätte erhalten – Nur fünf in Bayern

Oberammergau. Die Klinik Oberammergau der Waldburg-Zeil Kliniken festigt ihre Spitzenposition in der Schmerztherapie: Die Psychotherapeutenkammer (PTK) Bayern hat der Einrichtung die Zulassung als Weiterbildungsstätte für „Spezielle Schmerz-Psychotherapie“ für Erwachsene erteilt. Damit gehört das Haus zu den fünf Einrichtungen in Bayern mit dieser besonderen Qualifikation – ein bedeutendes Alleinstellungsmerkmal in der spezialisierten Schmerzmedizin.

Die Weiterbildungsbefugnis in der Klinik Oberammergau hat Helga Wittemann erhalten. Die Leiterin der Psychologieabteilung wird künftig Psychotherapeuten in der spezialisierten Weiterbildung begleiten und ausbilden. Studien zeigen, dass chronische Schmerzen oft mit psychischen Belastungen, Stress, Angststörungen oder Depressionen einhergehen. Die Spezielle Schmerz-Psychotherapie ist daher ein zentraler Bestandteil der hier angewandten, sogenannten multimodalen Schmerztherapie. Bei dieser arbeiten verschiedene Fachleute zusammen, um Schmerzen zu lindern und den Alltag der Betroffenen zu verbessern. Dazu gehören beispielsweise Ärzte, Psychologen und Physiotherapeuten. Noch eine Besonderheit hält die Klinik Oberammergau hier bereit: Es gibt auch einen Therapiehund.

Mit der neuen Weiterbildungsbefugnis verbessert die Klinik Oberammergau nicht nur die Versorgung von Schmerzpatienten. Sie investiert obendrein in den therapeutischen Nachwuchs. So hat Psychotherapeutin Stephanie Hausmeister beispielsweise bereits unter der Leitung von Wittemann mit der Weiterbildung zur zertifizierten Schmerz-Psychotherapeutin begonnen und wird sie noch in diesem Jahr abschließen. 

„Die Weiterbildung in der Speziellen Schmerz-Psychotherapie ist eine wichtige Investition in die Zukunft der Schmerzmedizin“, betont Wittemann und erklärt: „Unser Ziel ist es, psychotherapeutische Fachkräfte fundiert auszubilden und ihnen die hohe Bedeutung einer interdisziplinären Zusammenarbeit zu vermitteln. Davon profitieren letztlich vor allem unsere Patientinnen und Patienten, die eine ganzheitliche und moderne Schmerztherapie erhalten. In der Behandlung chronischer Schmerzen verfügt die Klinik Oberammergau über langjährige Erfahrung: Seit 2008 bietet sie eine stationäre multimodale Schmerztherapie an, bei der viele Fachbereiche eng zusammenarbeiten und die Patienten ganzheitlich behandeln.

 

Die multimodale Schmerztherapie gilt als Goldstandard bei chronischen Schmerz-erkrankungen – insbesondere dann, wenn Medikamente nicht mehr ausreichen. In Oberammergau werden Menschen mit unterschiedlichsten Schmerzsyndromen behandelt, darunter Rücken- und Gelenkschmerzen, Fibromyalgie, neuropathische Schmerzen sowie chronische Kopfschmerzen.

Übrigens werden nicht nur psychotherapeutische Fachkräfte in Oberammergau qualifiziert: Chefärztin Dr. Anja Heuckeroth engagiert sich in der Weiterbildung von Ärzten für die Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“. So entsteht ein hochqualifiziertes interdisziplinäres Netzwerk aus Medizin, Psychologie und Therapie.