Waldburg-Zeil Kliniken
Zeit für Patienten. Perspektiven im Job. Weiter denken.
 
 
 
 

NICHT RESIGNIEREN BEI COPD

Endoskopische Volumenreduktion hilft bei fortgeschrittener Erkrankung

Jeder achte Mensch in Deutschland ist von chronisch-obstruktiver Bronchitis(COPD) betroffen. Weltweit ist die Erkrankung, die durch dauerhaft verengte Bronchien und die defekten Lungenbläschen (Emphysem) charakterisiert ist, die vierthäufigste Todesursache. 
Chefarzt Dr. med. Dominik Harzheim
Leiter Lungenzentrum Süd-West

Qualifikation: Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie, Medikamentöse Tumortherapie
dominik.harzheim@wz-kliniken.de
  
  
COPD Patienten leiden vor allem unter chronischer Luftnot, die maßgeblich durch eine gestörte Atemmechanik verursacht wird. Verengte Atemwege führen insbesondere bei körperlicher Belastung zu „gefangener Luft“ in der Lunge. „Lungenfachärzte sprechen dann von einer Lungenüberblähung“, sagt Dr. Dominik Harzheim, Chefarzt der Pneumologie an den Fachkliniken Wangen. „Jeder Atemzug wird als Last empfunden“.   
  
Um der Überblähung der Lunge entgegenzuwirken, reduzieren Spezialisten wie Dr. Harzheim und Dr. Meyn zusammen mit ihren Kollegen der Thoraxchirurgie in Wangen in ausgewählten Fällen gezielt das Volumen der Lunge. Das kann herkömmlich mit dem Skalpell geschehen, aber auch nicht-invasiv durch eine Lungenspiegelung. Verschiedene Verfahren wie die Implantation von Ventilen, Spiralen – sogenannte Coils – Heißdampf oder auch ein spezieller Schaum stehen als nicht-invasive Verfahren zur Verfügung.   
  
Ziel ist es, die Lebensqualität der Patienten zu erhöhen und ihren Bewegungsradius zu vergrößern. Die endoskopische Lungenvolumenreduktion, insbesondere die Ventiltherapie, erweitert das Therapiespektrum erheblich, vor allem wenn andere Behandlungsmöglichkeiten bereits ausgeschöpft sind. Vorteil der endoskopischen Volumenreduktion ist, dass dem geschwächten Patienten ein schwerer chirurgischer Eingriff erspart bleibt. Im Unterschied zur Raffung des Lungengewebes mit Spiralen sorgen die endoskopisch eingesetzten Ventile dafür, dass Luft aus den geschädigten Lungensegmenten aus-, aber nicht wieder hineinströmt. So werden die überblähten Abschnitte sozusagen entlüftet und der erkrankte Bereich verkleinert.   
  
„Wir bieten alle modernen Behandlungsmöglichkeiten für COPD und Emphysem an. Wir wägen anhand des Krankheitsverlaufs und der Konstitution jedes Patienten sorgfältig ab, welche Therapie die beste Wahl ist“, erläutert Harzheim.  
  
Hier finden Sie den Artikel zum Download:
 
Artikel Juni Südfinder, Thema COPD, PDF-Version, ca. 3MB 
  
  
 
Artikel aus: Südfinder, 09. Juni 2021  
  
  
  
Veröffentlicht am: 15.06.2021  /  News-Bereich: Aus unseren Kliniken
Artikel versenden
Artikel drucken