Wearables

Wearable Fitnessuhr am Arm. Wearable Fitnessuhr am Arm. Wearable Fitnessuhr am Arm.

Smarte Helfer am Körper

Den Puls messen, Schritte zählen, den Schlafrhythmus kontrollieren – wer seine Körperfunktionen im Blick haben will, hat mit Wearables verschiedene Möglichkeiten dazu.

Smart Textiles 

Besonders aktuell sind Smart Textiles, also etwa T-Shirts und BHs mit integrierten Sensoren, die die Atemfrequenz messen, ein EKG erstellen, teilweise auch Bewegungen tracken. Genutzt werden sie vor allem im Sport. „Im Gegensatz zu Smartwatches und Smart Rings sitzen die Sensoren hier noch enger am Körper und messen akkurater“, sagt Prof. Dr.-Ing. Can Dincer. Smart Textiles sind aber auch besonders aufwendig in der Herstellung. Hinzu kommt: Die Messung mag akkurater als bei Uhren oder Ringen sein, an klinische Untersuchungen kommt aber auch sie noch nicht heran.

Smart Rings 

Neben Smartwatches sind Smart Rings stark im Kommen. Wie die Uhren messen auch sie Herz- und Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung und Körpertemperatur, zählen Schritte und Kalorienverbrauch und tracken das Schlafverhalten – vieles davon über eine Technologie, die mittels Licht die Blutflussrate misst. Da Smart Rings fest am Finger sitzen, können sie den Schlafrhythmus etwas genauer messen als Smartwatches. Die wiederum sind präziser, wenn es um die Bewegungsaufzeichnung geht. „Ringe sind klein und handlich und damit eher etwas für Menschen, denen eine Smartwatch zu klobig ist“, sagt Christina Schweiger. Und einen Ring muss man mit der App synchronisieren, um an die Daten zu kommen. „Für einige Menschen ist das angenehmer, weil sie so nicht ständig ihre Werte kontrollieren.“

Glukosemessgeräte 

Wachsende Bedeutung haben Wearables auch im klinischen Bereich. Seit einigen Jahren gibt es kontinuierliche Glukosemessgeräte (CGM). Sie setzen einen feinen Sensorfaden zwei bis fünf Millimeter unter die Haut. Der Sensor bleibt bis zu zwei Wochen im Gewebe und misst mittels eines Enzyms kontinuierlich den Glukosewert. „Einige der mobilen Glukosemessgeräte können den Träger oder die Trägerin bei kritischen Werten sogar alarmieren“, sagt Can Dincer. „Inzwischen gibt es sogar Geräte, die den Wert nicht nur messen, sondern bei Bedarf auch Insulin abgeben.“ Zwar gibt es auf dem Markt auch Smartwatches, die vorgeben, den Glukosewert zu messen. Doch Studien zufolge sind sie viel zu ungenau.